Geschichten entstehen in unseren Köpfen.
Zwei Tänzerinnen bedienen sich in einem Kunstatelier an Bildern und Ideen. In der Fusion von Körpern und visuellen Bildern auf der Bühne erschaffen sie verblüffend Absurdes und Surreales. Dabei kreiert unser «chopfchino» seine ganz eigenen Interpretationen und lässt uns eintauchen in poetische Geschichten und humorvolle Episoden. Ein unvoreingenommenes neues Sehen wird möglich. Gegenstände und Körper werden in neue Zusammenhänge gesetzt und entwickeln sich ständig weiter, während unsere Wahrnehmung zwischen Realität und Einbildungskraft pendelt. Darüber hinaus evozieren die beiden transmutierenden Frauenkörper auf der Bühne die Frage nach gesellschaftlichem Normempfinden und die Auseinandersetzung mit Körpern und Körperformen.
In «chopfchino» werden Bilder, sowohl auf der Bühne als auch in unseren Köpfen, tatsächlich zu leben beginnen.
Acryl auf Karton und zwei Tänzerinnen: «chopfchino» ist eine interdisziplinäre Tanzperformance. Die Kooperation von Tanz und visueller Bildsprache bildet die Ausgangslage. Die Tänzerinnen und Choreografinnen Myriam Enters und Meret Rufener haben sich mit der Animationsfilmschaffenden Manuela Leuenberger zusammengeschlossen. Eine äusserst lustvolle, interdisziplinäre Tanzperformance wurde dadurch geboren.
Poetische Verknüpfungen, humorvolle Gegenüberstellungen und zufällige Begegnungen. Die Ausstellung «chopfchino» begleitet das Stück und lädt zum spielerischen Sehen ein. Dabei sind die Geschichten zentral, die sich durch den Bezug der Bilder zueinander, zum Ausstellungsort und zu den Betrachtenden selbst in den Köpfen des Publikums entwickeln.
Kurzbios:
Myriam Enters studierte Musik und Bewegung an der Hochschule der Künste Bern und anschliessend Tanz an der Schule für Tanz, Improvisation und Performance in Freiburg (D). Seither ist sie als Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin tätig.
Meret Rufener ist Tänzerin, Choreografin und Physiotherapeutin. Sie absolvierte die Ausbildung zur Bühnentänzerin an der bewegungs-art in Freiburg (D) und ist seitdem als freischaffende Tänzerin und Choreografin in der Schweiz und in Deutschland aktiv.
Manuela Leuenberger schloss ihren Bachelor in Animation an der Hochschule Luzern ab und arbeitet seither als Animatorin, Regisseurin und Illustratorin. In Co-Regie realisierte sie die animierten Kurzfilme «Ivan’s Need» und «Lachsmänner».
Das Fumetto Comic Festival ist eines der wichtigsten internationalen Comicfestivals der Welt und verwandelt Luzern jedes Jahr in eine Plattform für visuelles Erzählen, Illustration und grafische Experimente. Neben dem offiziellen Programm entstehen während des Festivals zahlreiche Satelliten – unabhängige Projekte, die sich thematisch mit Comic, Bild und Narration auseinandersetzen und das Festival in den Stadtraum erweitern. Als Teil dieser Satelliten findet bei uns das Theater chopfchino statt.